Archiv der Kategorie 'vermischtes'

I read some Marx and i liked it

Zwielichtiges Internetgame

Ich weiß nicht ob ihr Twilight kennt (ich denke mal eher nicht), aber das hier ist eine wirklich lustige Gameboy-Umsetzung der schlechten schnulzigen Vampir-Filme und Bücher. Zum Glück auch nicht ganz ironiefrei. Und eine solche Youtube-Fortsetzungsgeschichte habe ich in der Form auch noch nicht gesehen.

(via)

Update: Ist wohl teilweise wegen Urheberrechts-Spielverderbern nicht online. Aber so sieht es aus:

Das geht an die Wurzelelfenkinder und Barfußtänzer_innen

Ihr erinnert euch vielleicht, dass dieses Jahr auf der Fusion ein zwei Mal dasselbe Lied gespielt wurde – die eine oder der andere von euch mögen diesen Track vielleicht kennen:

Ich glaube das Hamburger Punker-Umfeld weiß einfach nicht dass auf den Bachstelzen-Parties weniger Hippies und mehr Berliner-Elektro-Styler rumhängen. Ist aber auch egal, denn beide sind ähnlich unsympathisch. Und davon handelt auch der nächste Song:

Für alle, die nicht auf der Fusion waren, gibt es hier ein paar Eindrücke. Atari Teenage Riot waren jedenfalls großartig (wenn Alec Empire nicht gerade versucht hat, politische Ansagen zu machen).

Angewandte Queer Theory

Doch mal eine gute Nachricht von Judith Butler: Am Samstag hat sie beim Berliner CSD den Preis für Zivilcourage zurückgewiesen. In der Begründung verwies sie auf Rassismus in den Reihen der Veranstaltenden und kritisierte die zunehmende De-Politisierung des CSD. Stattdessen schlug sie eine Preisverleihung an Gladt, Les MigraS, SUSPECT oder Reach Out vor. Außerdem machte sie Werbung für den Transgenialen CSD, der am 26. Juni in Berlin stattfindet.

Peinlich war allerdings die darauffolgende Reaktion der Moderatoren:

Bei den Moderatoren Jan Salloch und Ole Lehmann bewirkte ebendiese Kritik jedoch Gesichtsentgleisung. Anstatt sich in irgendeiner Art mit der Rede auseinanderzusetzen, fiel ihnen nichts anderes ein, als den Vorwurf des Rassismus weit von sich zu weisen und die ca. 50 Queers of Colour und Verbündete, die zu Butlers Unterstützung gekommen waren, mit den Worten zu beschimpfen: „Ihr könnt so laut schreien, wie Ihr wollt, Ihr seid nicht die Mehrheit. Es reicht.“ Dem folgt die zur Kulisse des Brandenburger Tors passende Imperialismusphantasie: „Der CSD macht einfach weiter in seinem Programm.. egal was ist.. weltweit und auch hier in Berlin.. So wird es immer sein und so bleibt es auch.‘

(via)

Peinlich ist auch die Beleidigte-Leberwurst Reaktion der Taz: In dem Artikel „Judith Butler drückt die Spaßbremse“ bezeichnet sie den Auftritt als „Eklat“. Die Taz zeigt, dass sie die Kritik am CSD offensichtlich nicht verstanden hat, indem sie in erster Linie darauf verweist, dass Butler den Preis nicht annehmen könne, weil „die Veranstaltung […] ihr zu kommerziell und oberflächlich“ sei. Rassismus zu thematisieren, geht offenbar auch der Taz zu weit. Und das, wo selbst das derzeitige Cover der „queeren“ Stadtzeitschrift Berlin Siegessäule in der Hinsicht mehr als daneben ist: Der Titel „Bunt für’s Leben – Warum Vielfalt bereichert“ ist einerseits ein krasser sprachlicher Fehlgriff, andererseits ein Hinweis auf die vorherrschende exotisierende Denke der Zeitschrift, dass Migrant_innen eine ja ach so nette Bereicherung sein können – wenn ihnen gerade mal nicht pauschal Homophobie unterstellt wird. Da kommt die Kritik Butlers an dieser Stelle gerade richtig.

Zu sehen ist die Rede Butlers und die Reaktion der Moderatoren auch in diesem Video:

Wenn Butler dann noch ihre Aussagen zu Hamas und Hizbollah überdenkt und revidiert, wäre ich schon fast wieder ein Fan von ihr…

Elbblick für alle

Elbblick

…auch in Berlin!

Here they go again

Irgendwie sind die ja schon cool. Auch wenn ich ihre Musik nicht mag.

Und hier nochmal zur Erinnerung das bekannteste Video von OK GO, ein Stück der Youtube- und Musikgeschichte:

(wird hier auch von den Simpsons zitiert)

Störungsfreies Nationalismus-Feiern

Weitestgehend störungsfrei verliefen gestern Abend die Veranstaltungen anlässlich des ersten Vorrundenspiels der deutschen Nationalmannschaft.
Ab 19 Uhr füllte sich der Olympische Platz in Westend, auf dem mehrere Tausend Fans die Partie gegen Australien verfolgten. Nach dem Abpfiff versammelten sich gegen 22 Uhr etwa 4.000 feiernde Anhänger in der City West, um dort mit einem Autokorso im Bereich des Kurfürstendamms, des Breitscheidplatzes sowie der Tauentzienstraße den Sieg der Fußballer zu feiern. Aufgrund der Vielzahl von Kraftfahrzeugen kam der Verkehr bis kurz vor 1 Uhr zum Erliegen, wovon auch die BVG-Buslinien betroffen waren. Ebenfalls mehrere Tausend Personen sahen das Spiel in einer Vergnügungsstätte in Prenzlauer Berg. Im Bereich der Kreuzung Schönhauser Allee Ecke Danziger Straße kam es nach dem Spielende zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, als rund 800 Fans jubelnd auf die Fahrbahn zogen. Etwa 30 Alkoholisierte hinderten im weiteren Verlauf einen, nur mit dem Fahrer besetzten, BVG-Bus des Schienenersatzverkehrs an der Weiterfahrt, traten und schlugen gegen die Außenwände und versuchten, das Fahrzeug aufzuschaukeln. Rund zehn Personen kletterten auf das Dach des Busses. Der Wagen wurde dabei erheblich beschädigt und musste aus dem Verkehr gezogen werden. Menschen wurden nicht verletzt. Gegen 0 Uhr 30 hatten die Verkehrsbehinderungen ihre Erledigung gefunden. Gut eine halbe Stunde später bog ein Fahrzeug der Feldjäger der Bundeswehr vom Hardenbergplatz in die gleichnamige Straße ab. Eine Gruppe von rund 40 feiernden Fans umringte das Auto, schaukelte dieses auf und trat und schlug gegen die Karosserie. Alarmierte Polizeibeamte nahmen einen 22-Jährigen, der auf die Motorhaube des „Nissan“ geklettert war sowie einen 18-Jährigen, der eine Flasche auf das Auto geworfen hatte, fest. Die beiden jungen Männer wurden erkennungsdienstlich behandelt und mussten sich einer Blutentnahme unterziehen. Anschließend wurden sie aus dem Gewahrsam entlassen und sehen nun einem Ermittlungsverfahren wegen Verdacht des Landfriedensbruchs entgegen. Die Soldaten blieben unverletzt, das Fahrzeug wurde nach ersten Erkenntnissen nicht beschädigt.
Die übrigen Veranstaltungen verliefen störungsfrei.

So sieht also störungsfreies Deutschland abfeiern aus. Frei von Störungen durch Nicht-Fußball-Fans und Antinationalist_innen? Es bleibt dabei: Patriot_innen sind Idiot_innen.

Bam!

Rissen-Ghetto

…oder doch eher Aufstand im Schlaraffenland?

Unbekannte werfen Steine auf Polizeiwache
Wieder haben unbekannte Täter in Hamburg ein Auto angezündet und Steine gegen eine Polizeiwache geschleudert.

Zunächst brannte in der Nacht zum Montag im Stadtteil St. Pauli ein Wagen, eine knappe Stunde später klirrten die Scheiben der Außenstelle des Polizeikommissariats in Rissen. Dort sahen Zeugen fünf Personen wegrennen. Das Gebäude war außerdem mit blauer Farbe beschmiert. Fahndungen verliefen in beiden Fällen erfolglos.

Ha, Iserbrooklyn, geowned!

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Nicht so meine Musik, aber cooles Video:

Dazu fällt mir auch noch ein Video von wirklich coolen G’s aus meiner Hometown ein:

Blaulicht! Blaulicht!