Archiv der Kategorie 'pixel'

Baumstämme die durchs Weltall fliegen

Vor kurzem erst bin ich auf die schon ab 2003 erscheinenden Art Games der tschechischen Spielentwickler_innen Amanita Design gestoßen. In Samorost hilft man einem kleinen Außerirdischem im Schlafanzug dabei, die Kollision seines Meteoriden mit einem Zweiten zu verhindern, und darf dabei dennoch nicht zu sehr auf das eigentliche Spiel fixiert sein. Stattdessen lässt man sich besser auf die Collage aus Klang, Bildern und Animationen ein, um dann doch noch die Welt zu retten.

Samorost 2 ist online leider nicht komplett verfügbar, aber das Durchspielen des ersten Kapitels (der kleine Hund des Außerirdischen wird entführt!) lohnt sich sehr, zumal weil das altbackene Thema der Errettung der hilflosen Prinzessin hier reaktualisiert wird. Der kleine Roboter aus Machinarium erinnert in seiner Fragilität und Ungelenkigkeit einerseits an die Puppen der Augsburger Puppenkiste und andererseits an die Unvollkommenheit und gleichzeitige Vermenschlichung technischer Errungenschaften. Anders ausgedrückt: er ist einfach nur süß, aber warum ist er eigentlich süß?

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Intelligent Game Design

Da ich jetzt wieder Ubuntu verwende, bin ich auf ein paar Spiele gestoßen, die darunter laufen: Passage, Gravitation und Cultivation. Gerade die beiden ersten zeichnen sich durch ein ungewöhnlich hübsches (pixeliges) Gamedesign aus.


Passage

Das besondere an den Spielen ist aber nicht in erster Linie ihre Grafik, sondern der Inhalt und das Gameplay. Es sind sogenannte Artgames, die Inhalte an den_die Spieler_in transportieren, die_der zunächst nicht genau weiß worum es in dem Spiel eigentlich genau geht. Probiert es am besten selbst aus, ich möchte hier nicht zu viel verraten. Der Spielprogrammierer aller drei Spiele ist Jason Rohrer aus den USA, der die Spiele aus politischen Gründen kostenlos und open source verfügbar macht. Auf ein ähnliches schönes Artgame war ich schon auf ein paar Monaten gestoßen, es heißt Coma und ist hier als Flashgame online spielbar.


Coma

Musikalisch und optisch zu den Pixelgames passend ist das Video zu „wanna dance“ von den Bondage Fairies. Die eins-zu-eins Text-Umsetzung gefällt mir jedenfalls ziemlich gut.

Was mir leider nicht so gefällt, ist die neue Single von Saalschutz. Auch wenn das Publikum immer jünger wird, muss man sich doch nicht unbedingt textlich daran anpassen, oder? „Ravepunk für eine bessere Welt“ ist jedenfalls entweder ein ironischer Verweis auf „Raven gegen Deutschland“, oder einfach nur ein langweiliges Lied von einer eigentlich doch recht intelligenten Band.

New York, New York

…ein paar Impressionen:


Die Skyline von Manhattan


Eine Subway-Station


Andy Warhol

mjusik mjusik

Seit ich das Chipophone-Video gesehen habe, geht mir das Lied hier nicht mehr aus dem Kopf:

Und es ist wirklich großartig! Gefunden habe ich dann noch ein Video, bei dem einige Liebhaber des Commodore 64 dasselbe Lied im Boyband-Stil interpretieren. Fans von schlechter Disco-Musik der 90er – guckt es euch an. Ich hatte allerdings einige Schwierigkeiten, das Originallied herauszuhören. Und wo ich gerade bei schlechter Disko-Musik bin: Ich wollte schon immermal den Link zu einem super polnischen Eurodance-Lied posten, das ich auf einer Reise durch Polen kennengelernt habe. Es heißt „Jestes szalona“, was soviel heißt wie „Du bist verrückt“. Und jetzt poste ich noch schnell diese Anti-Apfel-Werbung von 1982.

So. Mehr gute Musik gibt es hier, hier und hier.

All Colours Are Beautiful

Seit das Project Blinkenlights 2001 das Haus des Lehrers am Alexanderplatz in ein Pixeldisplay verwandelt hat, auf dem man Pong spielen und eigene Animationen abspielen lassen konnte, gab es lange keine ähnliche Installation mehr in Deutschland.


Blinkenlights 2001

Das hat sich nun geändert: Mit dem Projekt „All Colours Are Beautiful“ bespielt der CCC München ein Haus mit 96 Fenstern. Auch hier kann man seine eigenen Animationen einsenden. Und diesmal sogar in Farbe. Leider bin ich in der nächsten Zeit nicht in München, aber wer die Gelegenheit hat: unbedingt angucken!

Robot Unicorn Comics

Nachdem Robot Unicorn Attack auch aufgrund dieses Posts (und natürlich wegen des Soundtracks) einige Beliebtheit erlangt hat, gibts hier jetzt ein paar (auf verschiedenen Seiten geklaute) Comics. Der erste gefällt mir besonders: Robot Unicorn against Homophobia.

And always remember: Your wishes will come true.

Achja: wer die Candy-Mountain-Filme noch nicht kennt, sollte mal hier klicken.

Heard that chiptune before

Super. Live Chiptune-Playing auf einer Orgel. Ich bin schwer beeindruckt ob der Bastel- und Keyboardkünste des Spielers. Und jetzt weiß ich endlich auch, woher die Tetris-Titelmelodie stammt: Sie ist ein russisches Volkslied und heißt Korobeiniki.

48 days later

Stimmt zwar nicht ganz, aber es klang so schön: 48 days later könnt ihr the Return of Megamull im Hafenklang erleben. Wer sich nicht erinnert: es gab da auf der Fusion dieses eine oder das andere Lied, die ein paarmal gespielt wurden und worüber ich auch schon geschrieben habe. Wer die Lieder nicht so mag, findet hier und hier andere, ebenso tolle. Wegen der allgemeinen Verrücktheit und anderer Gründe findet nun am 14.8. im Hafenklang folgende Party statt:

Auf dem Flyer fehlt vermutlich ein „Spiel“ vor dem „mit mir“. Vielleicht dürft ihr ja auch Musikwünsche äußern. Oder euch beleidigen lassen. Möglicherweise wird der Abend auch sehr schrecklich und langweilig. Aber wahrscheinlich nicht im Hafenklang. Guckt es euch an, und vor allem auch diesen Blog. Und dieses Video.

Tetris behind the scenes

(via)

Can‘t stop playing

Ich habe ein paar schöne Lego-Kreationen entdeckt, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Das erste Bild zeigt die Lightcycles aus dem Film und Spiel Tron.

legotron

Die nächsten Kreationen gefallen mir wegen ihres Anklangs an den Surrealismus. Das erste ist noch bekannt aus Alice in Wonderland, die anderen sind frei erfunden.

Queen of Hearts

Color your world

ghouls
(via)

Zum Schluss noch zwei Bilder aus New New York: Lego-Futurama! (Es gibt übrigens eine neue Staffel. Und heute hat mir doch tatsächlich jemand erzählt, dass er Futurama erst vor kurzem kennengelernt hat. Also: nicht verpassen.)

New New York

Futurama Crew