Sexismus, antimuslimischer Rassismus und Antiemanzipation


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Das Buch „Sex, Djihad und Despotie“ von Thomas Maul war mir schon beim Lesen des Dschungel-Dossiers vor einigen Wochen ziemlich unsympathisch. Zu diesem Zeitpunkt erschien mir der Text allerdings nur als ziemlich einseitig, tendenziell rassistisch und das Christentum und die bürgerliche Ehe verherrlichend. Dass das Buch jedoch so regressiv ist, wie das Cover deutlich macht, war mir da noch nicht bewusst. Da werden sämtliche sexistischen, eurozentristischen und rassistischen Stereotype, die der Autor so haben mag und wohl auch in seinem Buch vertritt, in einer extrem schlechten „Karikatur“ abgehandelt. Im Buch selbst erscheint der Islam als monolithischer Block, der sich primär durch Sexismus kennzeichnet und reproduziert. Säkulare und liberale Tendenzen im Islam werden konsequent ignoriert. Praktisch auch, dass man sich durch die Projektion auf das grundlegend „Andere“ seiner eigenen Sexismen entledigen kann. Da wird auch schonmal die bürgerliche Ehe zum frauenbefreienden Moment, das Christentum zur aufgeklärten Religion und der bürgerliche Rechtsstaat zum Allheilmittel. Schon interessant, welche Bücher der ca ira -Verlag so herausgibt. Hingewiesen sei hier noch auf zwei Texte, die sich mit antideutschem „Feminismus“, Islamkritik und Rassismus beschäftigen und sich für die Notwendigkeit einer emanzipatorischen Gesellschaftskritik aussprechen. Verwiesen wird in den Texten auch auf das erste Buch von Thomas Maul („Die Macht der Mullahs “), in dem er sich unter anderem explizit gegen antisexistische Gender Studies wandte. Hier die Links zu den Texten:


1 Antwort auf „Sexismus, antimuslimischer Rassismus und Antiemanzipation“


  1. 1 A.Nduka-Agwu & A.Hornscheidt (Hg.): «Rassismus auf gut Deutsch» « Glarean Magazin Pingback am 04. August 2010 um 8:33 Uhr
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