Archiv für April 2011

Baumstämme die durchs Weltall fliegen

Vor kurzem erst bin ich auf die schon ab 2003 erscheinenden Art Games der tschechischen Spielentwickler_innen Amanita Design gestoßen. In Samorost hilft man einem kleinen Außerirdischem im Schlafanzug dabei, die Kollision seines Meteoriden mit einem Zweiten zu verhindern, und darf dabei dennoch nicht zu sehr auf das eigentliche Spiel fixiert sein. Stattdessen lässt man sich besser auf die Collage aus Klang, Bildern und Animationen ein, um dann doch noch die Welt zu retten.

Samorost 2 ist online leider nicht komplett verfügbar, aber das Durchspielen des ersten Kapitels (der kleine Hund des Außerirdischen wird entführt!) lohnt sich sehr, zumal weil das altbackene Thema der Errettung der hilflosen Prinzessin hier reaktualisiert wird. Der kleine Roboter aus Machinarium erinnert in seiner Fragilität und Ungelenkigkeit einerseits an die Puppen der Augsburger Puppenkiste und andererseits an die Unvollkommenheit und gleichzeitige Vermenschlichung technischer Errungenschaften. Anders ausgedrückt: er ist einfach nur süß, aber warum ist er eigentlich süß?

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