Deutschland auch in Berlin

11.05.2010 – 09:20 Uhr „Rechte“ Parolen skandiert – Marzahn-Hellersdorf
Weil er in der vergangenen Nacht zunächst ausländerfeindliche Parolen äußerte und bei seiner Überprüfung Widerstand leistete, musste ein Mann aus Hellersdorf kurzzeitig ins polizeiliche Gewahrsam. Anwohner am S-Bahnhof Wuhletal hatten kurz nach 22 Uhr die Polizei alarmiert, weil eine Person in einer Grünanlage lautstark „rechte“ Parolen schrie.

12.05.2010 – 09:20 Uhr „Sieg Heil“ gerufen – Marzahn-Hellersdorf
Zwei Unbekannte betraten gestern Abend eine Jugendeinrichtung in Hellersdorf und skandierten „rechte“ Parolen. Die Jugendlichen erschienen gegen 18 Uhr in dem Jugendclub in der Louis-Lewin-Straße. Als die beiden von einer Angestellten nach dem Grund ihres Erscheinens gefragt wurden, hob einer von ihnen den rechten Arm und äußerte „Sieg Heil“. Anschließend verließ das Duo die Einrichtung und entfernte sich in unbekannte Richtung.

13.05.2010 – 12:20 Uhr “Sieg Heil“ gerufen – Charlottenburg-Wilmersdorf/Reinickendorf
Zwei Männer haben gestern in Charlottenburg und Reinickendorf den rechten Arm gehoben und „Sieg Heil“ gerufen. Beamte vom Polizeiabschnitt 11 sahen gestern Abend gegen 20 Uhr 45 bei einer Anzeigenaufnahme in der Antonienstraße einen Mann am geöffneten Fenster seiner Wohnung, der seinen rechten Arm hob und lautstark „Sieg heil“ rief. Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma der BVG alarmierten gegen 2 Uhr 30 die Polizei in die Tauentzienstraße, nachdem ein 31-jähriger Mann bei der Fahrscheinkontrolle im Bus der Linie M46 ebenfalls den Arm hob und für alle Fahrgäste hörbar „Sieg Heil“ und „Heil Hitler“ rief.

14.05.2010 – 10:25 Uhr Berlin-Touristen beleidigt – Neukölln
Drei Berlin-Touristen wurden gestern Nachmittag in Rudow beleidigt und geschlagen. Gegen 16 Uhr 30 fuhren die zwei Frauen im Alter von 18 und 19 Jahren sowie ihr 20-jähriger Begleiter im Bus der Linie 171 in Richtung U-Bahnhof Rudow. In Höhe der Straße Alt-Rudow wurde die Gruppe […] von drei augenscheinlich Angehörigen der rechtsextremen Szene in ein Streitgespräch verwickelt. Hierbei schlug einer der Männer dem 20-Jährigen mehrfach ins Gesicht und beleidigte eine der Frauen als [hier stand im Originaltext das N-Wort]. Anschließend verließen die Männer den Bus und entfernten sich unerkannt. Der junge Mann erlitt bei der Attacke leichte Verletzungen im Gesicht.

14.05.2010 – 19:15 Uhr Passant von Rechtsextremisten bedroht – Neukölln
Zwei Unbekannte sprachen heute Nacht einen 28-Jährigen in Neukölln mit seinem Familiennamen an und beleidigten ihn zunächst. Der Angesprochene, der dem linken Spektrum zuzurechnen ist, befand sich gegen 1 Uhr 30 auf dem Gehweg in der Boddinstraße, als einer der Unbekannten einen metallenen Gegenstand aus seiner Kleidung hervorzog und sich mit seinem Begleiter hörbar über einen Angriff auf den 28 Jahre alten Mann absprach. Unmittelbar darauf rannte der Täter mit dem metallenen Gegenstand auf den bedrohten Mann zu, der daraufhin sofort die Flucht ergriff und die Polizei alarmierte. Die beiden beschriebenen Unbekannten, die ihrem Äußeren nach dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sein dürften, konnten unerkannt entkommen.